Business Storytelling in der Praxis

Beispiel 1: Pharma-Unternehmen
Wie erhöht man die Bekanntheit eines Medikamentes mit Effektivität

Während der Zusammenarbeit mit der Pharmabranche stellte sich folgende Aufgabe: Kommunikation eines Medikamentes gegenüber den verschreibenden Ärztinnen und Ärzten mit dem Ziel, die Verschreibungsrate zu erhöhen.

Der Kreativität war keine Grenze gesetzt. Wir entwickelten die besten Ideen und setzten diese um. Doch irgendwann fiel mir auf, dass die Ärztinnen und Ärzte in der Zusammenarbeit mit dem Pharma-Unternehmen nicht engagiert war.

Ich fing an, den Ärztinnen und Ärzten Fragen zu stellen:

  • Wie ist der Tagesablauf in der Praxis?
  • Was sind Schwierigkeiten und Herausforderungen im Alltag und Beruf?
  • Was ist für Euch relevant?
  • Was ist für die Patientinnen und Patienten relevant? usw.

Darauf erhielt ich viele Antworten. Es wurde immer mehr ersichtlich, was die Herausforderungen für die Ärztinnen und Ärzte waren. Aber nicht nur das, die Gespräche lieferten uns auch klare Inputs, wie wir die Herausforderungen lösen können.

Mit Fragen stellen und Zuhören (narrativen Methoden) waren wir in der Lage, Ideen zu entwickeln und umzusetzen, die für die Zielgruppe der Ärztinnen und Ärzte relevant waren. Diese generierten daraus Nutzen:

  • punktgenaue Weiterbildung und Unterstützung im Fachgebiet
  • Weiterbildungen durch einfache und lokale Treffen mit Spezialisten
  • Online-Weiterbildung, die jederzeit absolviert werden konnte
  • einfacher und rascher Zugang zu Fachinformationen, usw.

Perspektivenwechsel und Nutzenstiftung für die Kunden

Die Folge daraus war: Das Pharma-Unternehmen kommunizierte nicht mehr in erster Linie die Vorteile eines Medikamentes. Sondern sie schuf etwas Nachhaltiges: Indem sie in den Dialog mit den Ärztinnen und Ärzten ging, kam sie deren wahren Bedürfnissen auf die Schliche. Damit wurde es möglich, Dienstleistungen zu gestalten, welche echten Nutzen stiftete: Online-basierte Schulungen und Weiterbildung, Vernetzungs- und Austauschmöglickeiten mit anderen Spezialisten, usw.

Mit narrativen Methoden evaluierten wir auch die Bedürfnisse von Patienten und Patientinnen, deren Angehörigen, Therapeuten und weiteren für die Pharma relevanten Dialoggruppen. Und entwickelten so weitere nutzenorientierte Angebote.

In Workshops erzählen die Kunden ihre Geschichten. Aus ihnen lassen sich nicht nur die relevanten Geschichten für die Kommunikation nach Innen und Aussen formen. Es ergeben sich auch Ideen und Vorschläge für Entwicklung und Umsetzung von relevanten Angeboten für die Zielgruppe.

Beispiel 2: NPO
Wie man ein schwieriges Thema kommuniziert und Sympathie weckt

Meine Gesundheit war immer wie ein Fels in der Brandung: sicher, stabil, stark. Es schien, als ob mich nichts umhauen konnte. Ich war mit Landluft gross geworden, täglich bis zu 20 Kilometer zur Schule marschiert oder mit dem Fahrrad gefahren. Bei Wind, Sturm, Schnee und Sonnenschein. Denn damals gab es weder Schulbusse noch Eltern, die ihre Sprösslinge in die Schule fuhren. Ich war mit Leidenschaft Leichtathletin und im Team der Korbballerinnen und genoss die Stunden, in denen ich über Wiesen und durch Wälder rannte. Stundenlang. Fast täglich. Ich war gesund. Doch eines Tages während meines geliebten Skifahrens stürzte ich: ein komplizierter, offener, doppelter Unterschenkelbruch. Und dieses Erlebnis überraschte mich nicht nur, sondern liess mich erkennen, wie fragil Gesundheit sein kann und noch mehr: wie unglaublich privilegiert ich bis anhin mit meiner robusten Gesundheit gewesen war.»

Weil so viele Kinder nicht gesund sind und nicht über dieses Privileg Gesundheit verfügen, engagiere ich mich mit Herzblut als Beirätin für den Förderverein Kinder mit seltenen Krankheiten KMSK. Für diese Kinder mit seltenen Krankheiten entwickelte ich eine einzigartige Geschichte. Mit dem Ziel, Aufmerksamkeit zu bekommen, die Menschen zu berühren und Unterstützung mittels Spenden zu generieren. Gemeinsam mit Kinderbuchautor Marcus Pfister (u.a. der Regenbogenfisch) realisierte ich die Geschichte von Lina, der kleinen Ente, die im Nord Süd Verlag herausgegeben wurde.

In der Kommunikation gibt es nicht nur schöne Inhalte, die kommuniziert werden müssen. Storytelling hilft hier, heikle, traurige und unschöne Inhalte in guten Geschichten zu transportieren und dabei zu bestimmten Handlungen zu aktivieren.

Der Filmemacher Norbert Janal erstellte einen Film über die Geschichte mit der kleinen Ente Lina. Der Film erzählt, wie es zur Idee und Zusammenarbeit mit Marcus Pfister, Ancilla Schmidhauser und KMSK kam. Hier geht es zum Video.

Hier geht es zur Website KMSK.

 

 

 

 

 

 

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Das sagen unsere Kunden

«Es hat mich sehr überrascht, wie Kopf und Herz mit Geschichten erreicht werden. Ancilla bringt Marketing und das authentische Erzählen von Geschichten zusammen – was mich sehr inspiriert. Herzlichen Dank.»

Julia Koch, Leiterin, AOZ Brockito, Zürich

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