Wenn die Liebe zerbricht

Wenn die Liebe zerbricht

Wenn die Liebe zerbricht

Bild: tyler-nix-HuneWvWYh-Y, unsplash.com

«Ich liebe Dich, für immer und ewig.»

Dazwischen geschieht ganz viel. Und dann kommt das Ende der Geschichte:
Und sie trennten sich.

Die Scheidungsstatistik sagt: 2021 wurden in der Schweiz 17’041 Ehen geschieden*. Auf 1’000 Einwohner*Innen ergab dies 1.9 Scheidungen**.

Im gleichen Jahr wurden 579 Partnerschaften eingetragen, gleichzeitig wurden 212 Partnerschaften aufgelöst***.

Die Zahlen für (nicht eingetragene) Partnerschaften werden nicht erfasst, deshalb können wir über diese Zahlen spekulieren. Wahrscheinlich ist, dass dort die Situation ähnlich aussieht wie bei den geschlossenen Ehen und eingetragenen Partnerschaften. Kurz gesagt: Ein Teil der Beziehungen geht irgendwann auseinander.

Bildquelle: maria-oswalt, unsplash.com

Du und ich und was daraus wurde

Menschen leben sich auseinander, finden nicht zueinander, wünschen sich anderes, es passt nicht mehr. Sie fühlen sich getrieben, manchmal genötigt, sich zu trennen. So ist das Leben.

Wir werden ermuntert (im besten Fall), darüber hinwegzukommen, weiterzumachen. Wir werden getröstet und darauf hingewiesen, dass danach etwas Besseres komme.

Wir trauern, weinen, suchen Therapeut*Innen auf, trinken Alkohol, schreiben Tagebücher voll, publizieren einen Blog, stürzen uns in die Einsamkeit oder ins Leben. Die Strategien für die Verarbeitung sind vielfältig.

 

Und die ganzen Dinge?

Was aber tun wir mit all den materiellen Dingen, die wir in einer Beziehung, Ehe bekommen und angesammelt haben? Was ist mit dem teuren Ring, die romantische Feuerschale, das Souvenir des Städtetrips, der Liebesbrief, die Poesie auf Facebook, die Cowboy-Stiefel von der gemeinsamen Auszeit auf der Range, usw. usw.? Wegschmeissen, verbrennen, wegsperren, verschenken?

Es gibt Dinge, die lassen sich verhökern, verschenken, verkaufen, im See versenken. Aber es gibt Dinge, von denen will man sich nicht trennen, weil Erinnerungen daran hängen. Man will sie aber auch nicht mehr um sich haben.

 

Die Geburt des Museums

Diese Situation hatten auch Olinka Vištica und Dražen Grubišić bei ihrer Trennung. Sie fragten sich, was sie mit den liebgewonnen Dingen tun sollten. Das war die Geburtsstunde ihres Museums der zerbrochenen Partnerschaften. Nach und nach wurden ihnen aus aller Welt die Dinge und vor allem die bewegenden Geschichten dazu zugeschickt. Von Menschen, die sich getrennt hatten, von Menschen, die verlassen wurden. Dazu gehörten Erwachsene, aber auch Kinder, die von ihren Eltern oder Elternteile verlassen wurden oder Menschen, die sich das Leben nahmen und einen Partner*In zurückliessen.

Diese Geschichten bewegen. Und dennoch ist es kein trauriger Ort:
«Es ist ein Museum, das sich der LIEBE widmet. Einfach umgekehrt. Ich habe die Besucher*Innen gesehen, ihre Gesichter, erfüllt mit Würde, Empathie, Kummer, Hoffnung und sogar mit Lachen. Es gibt immer Licht, auch in der dunkelsten Story.»

Olinka Vištica, im TedX Talk vom Mai 2015.

Ende der Geschichte

Trennung ist hart. Trennung ist schmerzhaft. Aber was alle vereint: Sie haben den Wunsch, aus der Isolation rauszukommen, die Story zu teilen und sich wieder zu verlieben. Und dieses Museum ist eine Möglichkeit. Die andere ist, dass sie Ihre persönliche Story erzählen und andere daran teilhaben lassen.

Die Story vom Museum der zerbrochenen Beziehungen (TedX Talk von Olinka Vištica)

© Ancilla Schmidhauser, Impact Consulting, 8053 Zürich

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Möchten Sie aus der Isolation rauszukommen, Ihre Story teilen und sich wieder verlieben?

Schreiben Sie mir oder rufen Sie mich an: Gerne erzähle ich Ihnen mehr. Denn wir möchten diesen Geschichten Raum und Zeit geben. Für Sie und für Andere.

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To live in this world
You must be able to do three things:
To love what is mortal;
To hold it against your bones knowing your own life depends on it;
And, when the time comes to let it go, to let it go.

 

Mary Oliver, in “Blackwater Woods”

Finde einen Begriff und stöbere im Blog von Ancilla!

Der Findende

Der Findende

Der Findende

Bildquelle: Colton Duke, unsplash.com

Es war einmal ein junger Mann, der hatte gelernt der Stimme seines Herzens zu lauschen und dessen Impulsen zu folgen. Eines Tages verspürte er den Drang, einen Ort namens Kammir aufzusuchen und so machte er sich, ohne lange zu zögern, auf den Weg. Nach zwei Tagesmärschen über staubige Wege sah er in der Ferne Kammir liegen. Kurz vor dem Dorfeingang fiel ihm am rechten Wegrand ein Hügel auf. Er war von einem wunderschönen Grün überzogen, und Bäume, Vögel und zauberhafte Blumen gab es dort in unendlicher Zahl. Rings um den Hügel zog sich ein niedriger Holzzaun. Ein Bronzetor lud ihn zum Eintreten ein. Sofort war das Dorf vergessen, und er gab der Versuchung nach, sich einen Moment an diesem Ort auszuruhen.

Bildquelle: Jiil Dimond, unsplash.com

Er durchschritt das Tor und begann langsam zwischen den weissen Steinen umher zu spazieren, die verstreut zwischen den Bäumen standen. Er liess seine Augen wie Schmetterlinge auf jedem Detail dieses farbenprächtigen Paradieses ruhen. Seine Augen wanderten voller Aufmerksamkeit umher, und vielleicht erkannte er deshalb auf einem Stein jene Inschrift:

Bildquelle: Markus Winkler, unsplash.com

Er erschrak ein wenig, als er merkte, dass der Stein nicht einfach ein Stein, sondern ein Grabstein war. Es schmerzte ihn, zu erfahren, dass ein so junges Menschenkind an diesem Ort begraben lag.

Als er sich weiter umschaute, bemerkte der Mann, dass auch der nächste Stein eine Inschrift trug. Er trat an ihn heran und las:

Er war zutiefst erschüttert. Dieser hübsche Ort war ein Friedhof, und jeder Stein war ein Grab. Nach und nach begann er die einzelnen Grabsteine zu entziffern. Alle hatten ähnliche Inschriften: einen Namen und die genaue Lebenszeit des Toten. Was ihn aber derart in Schrecken versetzte, das war die Tatsache, dass der älteste von ihnen kaum länger als elf Jahre gelebt hatte. Von unendlichem Schmerz überwältigt, setzte er sich nieder und weinte.

Bildquelle: Andre Benz, unsplash.com

Da kam der alte Friedhofswärter seines Weges und trat auf ihn zu. Er sah ihm eine Weile still beim Weinen zu und fragte ihn dann, ob er um einen Familienangehörigen trauere. «Nein, kein Angehöriger», sprach er, «Aber was ist nur in diesem Dorf geschehen? Warum liegen hier so viele Kinder begraben? Was für ein böser Fluch lastet auf diesen Menschen, dass sie einen Kinderfriedhof errichten müssen?»

Der Alte lächelte und sagte sanft: «Nein, nein. Es gibt keinen Fluch. Sie scheinen unseren alten Brauch nicht zu kennen guter Mann. Ich werde Ihnen davon erzählen:

In Kammir schenken Eltern ihren Kindern ein kleines Heftchen, sobald es zu schreiben gelernt hat, und das hängen sie sich um den Hals. Unser Brauch ist es, dass von diesem Moment an jeder Augenblick, in dem einem etwas sehr Schönes widerfährt und jeder Moment, der intensiv gelebt wird, in diesem Büchlein festgehalten wird. Jeder noch so winzig kleine freudvolle und intensiv gelebte Augenblick wird festgehalten.

«Und wenn jemand stirbt, so ist es unser Brauch, sein Büchlein aufzuschlagen und die Glücksmomente zusammenzurechnen, um die Summe seiner glücklichen und intensiv gelebten Momente auf sein Grab zu schreiben. Denn für uns ist einzig und allein dies die gelebte Zeit.»

*Frei nach Jorge Bucay, Geschichten zum Nachdenken.
Fischer Taschenbuchverlag, 2009 (bei ihm als
Der Suchende) 

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Mein Leben in sechs Worten

Mein Leben in sechs Worten

Mein Leben in sechs Worten

Bildquelle: Janko Ferlic, unsplash.com

Müssen Sie schlucken? Ich muss nach wie vor schlucken, auch wenn ich dieses Beispiel schon hundertfach in meinen Trainings und Schulungen gebracht habe. Sechs Worte, eine Tragödie.

Man sagt, dass es Ernest Hemingway war, der mit Schriftstellerkollegen gewettet hatte, er könne einen Roman in nur sechs Worten schreiben. Er gewann die Wette. Mit diesen Worten. Geschrieben auf eine Serviette. Ob die Geschichte wahr ist, weiss ich nicht.

Wer Wichtiges zu sagen hat, sagt es kurz

Bildquelle: Daniel Cheung, Unsplash.com

Da die Zeit verfliegt und ich wieder ein Jahr älter werde, möchte ich dies ausprobieren. Gelingt es mir, mein Leben in sechs Worte zu fassen?

Beispiele gesammelt von Larry Smith:

«Ich repariere Toiletten, werde scheisse bezahlt.» – ein Klempner.

«Ich hatte mir das anders vorgestellt.» ein Friseur.

«Nach dem Abschluss Kind mit Heroinsüchtigen.» eine Frau.

«Es ist bequem, unmündig zu sein.» eine andere Frau.

 

Ancilla und ihre Sechs-Worte-Stories

«Mitten im Leben, inmitten von Geschichten»

«Megametropole, Dorf, Stadt- und wie weiter?»

«Das Schweizer Schlitzauge mit dualem Heimatgefühl»

«Mit der Story in die Story.»

«Gamechanger mit Passion für wandelnde Menschen»

 

Jetzt Sie!
Versuchen Sie es mal, ohne um den heissen Brei herumzureden, ohne Mega-Schachtel-Sätze und Nichts-Aussagen: Wie lautet Ihre Sechs-Worte-Geschichte? Schreiben Sie auf und schicken Sie uns Ihre Sechs-Worte-Geschichte zu. Wir möchten Sie gerne anonym hier publizieren. DANKE!

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Sind Sie noch oder starren Sie nur noch?

Sind Sie noch oder starren Sie nur noch?

Sind Sie noch oder starren Sie nur noch?

Bildquelle: Robin Worral, unsplash.com

Es sind etwa 4,7 Milliarden Jahre her, als unser Planet Erde entstand. Im Erdzeitalter Archaikum entstanden die ersten Lebewesen auf dem Meeresboden. Die Dinosaurier waren im Erdzeitalter Jura, Kreide und Trias aktiv. Heute leben wir im Erdzeitalter «Bildschirmstarren».

Internet und Digitalisierung brachten und bringen gute Dinge in unser Leben. Doch ehrlicherweise stellen wir auch fest, dass Geräte mit Bildschirm überall und fast immer überhand nehmen. Wir brauchen keine Studie, die uns sagt, dass wir gestresster und kränker sind, uns zu wenig bewegen. Dass Kommunikation und zwischenmenschliche (echte) Kontakte schwieriger werden, unsere Kreativität abstumpft und wir zu selbstverherrlichenden und selbstzentrierten Darsteller*Innen werden.  

Warum Sie mehr lesen sollten

Bildquelle: designecologist, Unsplash.com

Wie also können wir besser mit dem digitalen Konsum umgehen und öfters offline gehen? Weg vom Bildschirm-kleben, hin zu mehr Lebenszeit und Freiheit – meine eigenen Tipps für Sie:

 

  1.  Push-Nachrichten deaktivieren: Fokus erhöht die Konzentration, indem ich gebündelt Mails, Nachrichten, usw. anschaue und beantworte. Jeder Unterbruch vermindert unsere Konzentration und im Endeffekt unseren IQ.
    1.  Löschen, was überflüssig ist: Dazu gehören alle Apps, Programme, Newsletter und Social-Media-Plattformen, die ich nicht benutze, die keine Freude machen oder mir keine signifikante Erleichterung bringen.
      1.  Kontakte bereinigen: Ich lösche zwei Mal pro Jahr alle Kontakte, zu denen ich keine Kontakte pflege oder die nicht lebensnotwendig sind.
        1.  Anfragen, Mails und Nachrichten zeitnah beantworten: Ich vermeide unnötigen Druck, Professionalität ist mir dennoch wichtig. Warum nicht Out-of-Office-Nachrichten einsetzen: in denen ist ersichtlich, wann Sie wie erreichbar sind bzw. innerhalb welcher Frist Sie antworten.
          1.  Bewusste Offline-Zeit einplanen: Spazieren gehen ohne Smartphone, Konzentration auf das Essen allein, der erste Griff am Morgen nicht zum Smartphone (sondern zur Yogamatte, zum Kaffee oder Rasierer), analoger Wecker, Gespräche mit vollster Aufmerksamkeit (Singletasking), W-Lan nachts ausschalten, Bücher lesen (lesen Sie hierzu diesen Blogbeitrag), Qualitätszeit mit geschätzten Menschen. 
            1. Entdecken Sie Ihre Kreativität und tun Sie etwas mit Ihren Händen: Ich habe einen Schnupperkurs im Malen bei Petra Rüegg gemacht. Welche Offenbarung und was für ein Spass!

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            Geschichten für Weihnachten 2020

            Geschichten für Weihnachten 2020

            Geschichten für Weihnachten 2020

            Bildquelle: Pawel Czerwinski, unsplash.com

            «Drei Dinge helfen, die Mühseligkeiten des Lebens zu tragen:
            die Hoffnung, der Schlaf und das Lachen.»

             

            Ich kann Immanuel Kant nur beipflichten 🙂
            Deshalb gibt es am Ende des Jahres drei Geschichten für Weihnachten 2020 zu den Themen Hoffnung – Schlaf – Lachen.

            Hoffnung – Martin und das Wunder

            Schlaf – zum Einschlafen schön

            Lachen – Lachen Sie!

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