Wie vermitteln Sie Weisheiten?

Wie vermitteln Sie Weisheiten?

Wie vermitteln sie Weisheiten?

Bildquelle: antenna-FDV1BaKNKEo, unsplash.com

Wir neigen manchmal dazu, besserwisserisch rüberzukommen. Weil wir andere an unseren Erfahrungen teilhaben lassen und ihnen eine Weisheit vermitteln möchten. Sie sollen doch nicht die gleichen Fehler machen.

Wie man es mit Fingerspitzengefühl machen kann, vermittelt das Beispiel vom Professor mit seiner Eimer-Geschichte.

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Ist Ihr Unternehmen der Held?

Ist Ihr Unternehmen der Held?

Ist Ihr Unternehmen der Held?

Bildquelle: Lino Ogenio, unsplash.com

Die erste Frage, die Sie sich stellen können: Erzählen Sie als Botschafter*In eines Unternehmens Geschichten?

Keine Rolle spielt dabei, ob Sie CEO, Mitglied der Geschäftsleitung oder der Portier am Haupteingang des Hauptsitzes sind. Die weiteren Fragen sind:

  • welche Geschichten werden erzählt
  • sind diese stimmig
  • erzählen alle die gleichen Geschichten
  • sind die Geschichten glaubwürdig

Sie wissen wahrscheinlich bereits, dass Sie Geschichten erzählen/einsetzen sollten (wegen der Vorteile beim Einsatz von Geschichten). Die Geschichten sollten stimmig sein (Effekt von Geschichten) sowie stringent. Letzteres bedeutet: die Geschichten sollten glaubwürdig und aus aller Munde gleich oder ähnlich sein. Sie können sich denken, dass es nicht sehr vorteilhaft ist, wenn Mitarbeitende erzählen, dass die Kund*Innen im Zentrum sind. Die Kund*Innen hingegen die Story verbreiten, wie unzuverlässig und unhöflich man in Ihrem Unternehmen behandelt wird.

Die Geschichte von Volvo

Bildquelle: Michel Grolet, Unsplash.com

Betrachten wir Volvo. Seit Jahrzehnten ist die Geschichte die gleiche: «Wir sorgen uns um ihre Sicherheit. Deshalb sind unsere Autos sicher.» Selbst ich habe diese Geschichte schon als Kind mitbekommen: Volvos wurden in Familien von den Vätern meiner Schulkamerad*Innen gefahren, die auf Sicherheit, Zuverlässigkeit und Bequemlichkeit Wert legten. Die Väter waren in der Regel Ärzte, Lehrer oder Steuerberater und legten weniger Wert auf die Ästhetik oder Sportlichkeit.

 

Sicherheitsinnovationen und …

Die Vision von Volvo: Niemand soll in einem neuen Volvo schwer verletzt werden oder ums Leben kommen. Volvo steht für eine Reihe von Sicherheitsinnovationen: angefangen mit dem Dreipunkt-Sicherheitsgurt (1959), über das Seitenaufprallschutzsystem SIPS (1991) hin zur Fussgängererkennung mit Notbremsfunktion (2010). Weitere Innovationen finden sich hier.

 

… Nachhaltigkeit

Bildquelle: Stephen Cook, Unsplash.com

Doch selbstverständlich ist heute auch das Thema Nachhaltigkeit wichtig. Vor allem deshalb, weil andere Automarken auch Innovationen im Bereich Sicherheit auf den Markt brachten und bringen. Ab 2019 rüstete Volvo jedes ihrer Fahrzeuge mit einem Elektromotor aus. Das Ziel: Bis 2025 sind 50% der jährlich verkauften Fahrzeuge vollelektrisch, der Rest besteht aus Hybridfahrzeugen.

Dazu gibt es seit April 2021 diese Story:

 

Eine toll gemachte Geschichte! Aufwendig, rasant, spannend, mit der typischen Art von Volvo-Humor. Vor allem gibt es diese überraschende Wende am Schluss: bewegend, berührend und zum Nachdenken anregend. Oder, was denken Sie?
Ich finde die Geschichte nicht schlecht. Doch das Beispiel zeigt etwas Wichtiges auf: Denken Sie stets an die anderen Stories!

 

Die andere Story

Bildquelle: Precious Madubuike, Unsplash.com

Da gibt es diese andere Story: die der seltenen Erden, welche für den Bau von Batterien benötigt werden. Diese seltenen Erden werden in armen Ländern zum Teil unter unmenschlichsten Bedingungen (z.B. Stichwort Kinderarbeit) abgebaut. Eine weitere Story ist: die Entsorgung der Batterien, wenn die Lebensdauer abgelaufen ist. Eine weitere Story: Die Versorgung der Elektroautos mit Strom.

Es wird nicht erwartet, dass in einem so tollen Video auch die Fragen zu den oben genannten Themen beantwortet werden. Jedoch muss eine Auseinandersetzung damit stattfinden, die auch ersichtlich ist und mehr Raum einnehmen darf als die Deklaration von «We are implementing a dedicated supplier Sustainable Minerals Program». Warum? Diese anderen Geschichte existieren und werden erzählt. Wer nur an der eigenen, wenn auch schön konzipierten Geschichte festhält, ohne auf die anderen Geschichten einzugehen, hat ein Problem mit der Glaubwürdigkeit.

 

Weiterführende Links:

www.volvocars.com/de-ch/v/car-safety/safety-heritage

www.volvocars.com/de-ch/v/sustainability

www.business-storytelling.ch/storytelling-heldenreise

 

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Geschichten für Weihnachten 2020

Geschichten für Weihnachten 2020

Geschichten für Weihnachten 2020

Bildquelle: Pawel Czerwinski, unsplash.com

«Drei Dinge helfen, die Mühseligkeiten des Lebens zu tragen:
die Hoffnung, der Schlaf und das Lachen.»

 

Ich kann Immanuel Kant nur beipflichten 🙂
Deshalb gibt es am Ende des Jahres drei Geschichten für Weihnachten 2020 zu den Themen Hoffnung – Schlaf – Lachen.

Hoffnung – Martin und das Wunder

Schlaf – zum Einschlafen schön

Lachen – Lachen Sie!

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Glück, Zufall oder Schicksal?

Glück, Zufall oder Schicksal?

Glück, Zufall oder Schicksal?

Für Mitte März hatte ich (nachträglich zu meinem Geburtstag) schon seit längerer Zeit ein verlängertes Wochenende auf der Insel Usedom an der Ostseeküste geplant. Trotz der schon zu jenem Zeitpunkt angespannten Lage beschloss ich, mir diesen Tapetenwechsel bzw. kleine Freude des Alltags nicht nehmen zu lassen und habe die absolute Ruhe und menschenleeren Strände sehr genossen (mein Hotel ‘Residenz Waldoase‘ hat seinem Namen absolute Ehre gemacht).

Die Grenzen werden geschlossen

Am Sonntagabend schaltete ich (zufällig?) den Fernseher in meinem Hotel ein und erfuhr, dass Deutschland die Grenzen zu allen Nachbarstaaten ab Montagmorgen, um 8 Uhr schliessen würde, nachdem Polen gegenüber Deutschland diese Massnahme bereits am Vortag vollzogen hatte; ich bin um 23.45 Uhr (glücklicherweise?) gerade noch rechtzeitig über die Grenze von Swinemünde nach Usedom gekommen.

 

Sofortiger Aufbruch

Da ich für diese Reise mit dem Auto unterwegs war (zu dieser Jahreszeit gibt es keine Flug-verbindungen an die Ostsee), überlegte ich mir, ob ich es überhaupt noch schaffen würde, bis am Morgen zurück in der Schweiz zu sein, wenn ich die ganze Nacht hindurch fahren würde. Gemäss meiner groben Kalkulation hatte ich ca. eine Stunde ‘Reservezeit‘ und so beschloss ich, das Hotel sofort zu verlassen und loszufahren (um ca. 8.30 Uhr abends).

Auch das noch…

In der Dunkelheit auf einer abgelegenen Landstrasse zwischen Usedom und Berlin hatte ich eine Kollision mit einem Wildtier (Wolf, Fuchs, Wildschwein oder ähnliches), was einen heftigen Knall zur Folge hatte. Ich stieg aus und sah, dass die Stossstange gebrochen war, konnte sonst jedoch keine weiteren Schäden feststellen. Da ich keine Ahnung hatte, an welchen Wildhüter oder ähnliche Stelle ich mich hätte wenden sollen und zeitlich wie erwähnt ziemlich unter Druck war, bin ich zwangsläufig weitergefahren.

Die einzige Musik von einer CD

Die ganze Nacht hindurch hatte ich ein unglaublich starkes Glücksgefühl, ja schon fast einen Glücksrausch und war bei lautem ‚Power Metal‘-Sound in einem totalen Flow-Zustand; ich hatte das Gefühl, nicht zu fahren, sondern über die Autobahn zu schweben… (übrigens habe ich die ganze Zeit eine einzige CD mit dem Titel ‚No More Hollywood Endings‚, u.a. dem Song ‚World on Fire‚ gehört – ‚Zufall‚ in Bezug auf das, was in den nächsten Wochen folgen würde?). Um exakt 6.57 Uhr (also drei Minuten vor meiner grob kalkulierten Zeit) bin ich dann in Thayingen bei Schaffhausen über die Grenze gekommen und war froh und dankbar, wieder zurück in der Schweiz zu sein.

 

Besuch beim Garagisten

Am gleichen Tag bin ich zu meinem Garagisten gefahren und dieser hat das Auto gründlich inspiziert. Er hat gesagt, dass so ziemlich alle Teile unter der Kühlerhaube beschädigt worden seien, dass das Auto Totalschaden habe und schrottreif sei; ich hätte riesiges ‘Glück‘ gehabt und er könne sich nicht vorstellen, wie ich damit noch rund 1‘000 Kilometer hätte fahren können (zwei Zentimeter hätten gefehlt und dann wäre auch der Behälter mit der Kühlflüssigkeit beschädigt worden und ich wäre irgendwo auf der Autobahn einfach stehen geblieben…).

Ein fast neues Auto

Gemäss Eurotax hatte das Fahrzeug (mit über 200‘000 Kilometern) einen buchhalterischen Wert von 4‘200 CHF; mein Garagist hat den Metallwert nach dem Unfall noch auf 1‘000 CHF geschätzt. Er hat mir ein Ersatzfahrzeug organisiert und mir dieses für 5‘900 CHF zum Kauf angeboten (gleiche Marke, aber besseres Modell, stärkerer Motor, moderneres Innen-Design, sportlicherer Heck-Spoiler und vor allem 50‘000 Kilometer weniger auf dem Tachostand), was heisst, dass ich jetzt ohne Fixkosten ein Auto für rund 2 Jahre nutzen kann und lediglich die variablen Kosten bezahlen muss (ich hätte mich ohnehin bald nach einem Ersatz-Fahrzeug umsehen müssen, da der bevorstehende Service teurer gewesen wäre wie der Restwert).

 

Und eine nette Versicherung

Der absolute Clou war dann jedoch die Restwertvereinbarung meiner Versicherung, welche mir ohne jegliche zusätzliche Rückfragen oder Abklärungen innerhalb weniger Tage den Betrag von  8‘900 CHF überwies (noch bevor ich die Rechnung für mein neues Fahrzeug erhielt). Meine Agent meinte, ich hätte ‘Glück‘ gehabt; die Vollkasko-Versicherung, welche ich vor ca. zwei Jahren in eine Teilkasko-Versicherung umgewandelt hatte, würde noch knapp einen Monat bis April 2020 weiterlaufen. In der darauffolgenden Woche hat ein Lastwagen aus Weissrussland das alte Auto bei meinem Garagisten abgeholt – keine Ahnung, was jetzt damit geschehen ist…

Ich verstehe diese versicherungsmathematischen Zusammenhänge nicht und ich interessiere mich auch nicht dafür. Fakt ist, dass ich für ein schrottreifes Auto 3‘000 CHF mehr rückvergütet erhielt, als ich für das (bessere und neuere) Nachfolge-Modell bezahlen musste😉

Wie erkläre ich mir das alles?

Sind all diese Ereignisse rational erklärbar? Nein! Kann das alles ‘Zufall‘ gewesen sein – daran glaube ich schon lange nicht mehr. Ich bin überzeugt, dass dies eine Fügung vom Universum war, welches mir etwas Gutes tun wollte, auch wenn ich mir einen solchen ‘Wunsch‘ in den kühnsten Vorstellungen nie hätte ausdenken und manifestieren können. Ich glaube fest daran, dass das Universum viel mächtiger ist, als wir uns dies in unserer beschränkten Gedankenwelt vorstellen können.

Andi Wenger

Fotos im Beitrag:
© Marius Niveri on Unsplash (Titelfoto)
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Ende der Story – Story des Monats

Ende der Story – Story des Monats

Story des Monats

Ende der Story

Manchmal ist der Mensch ein Trottel. Manchmal bin ich ein Trottel. Jetzt fühlen wohl alle Anwenderinnen der Sei-stets-liebevoll-mit-dir-Methode das Körperbeben eines inneren Aufschreis. Doch ich finde keine anderen Worte. Ich bin ein Trottel.

Dieses Fazit zielt auf «Gelegenheiten» ab; günstige Augenblicke, die unregelmässig kommen und wieder gehen. Und ganz konkret ist dieser «Trottel» mit der Verbindlichkeit eines «Versprechens» verknüpft, dem Grundsatz von geben und einlösen. Und die Verbindlichkeit klettert hier bis zu den Sternen, wenn einem die Person und das Versprechen wichtig sind. Sehr wichtig. Im eigenen Herzen ihren Platz haben.

 

Nein, nicht der unbeliebte Onkel

Der erst noch bald wieder zu Besuch kommt und einem Immer-Willkommen-Versprechen folgt. Gemeint ist auch nicht die langweilige Kollegin, die sich leicht hysterisch auf das baldige-Wiedertreff-Versprechen freut. Um dann einem wieder die Ohren vollzujammern und sich mit keinem Wort nach dem Befinden des Gegenübers erkundigt.

 Nein, es sind die Menschen die man mag, die man liebt, die wertvoll für das eigene Leben sind, ohne dass einem allgegenwärtig und stets bewusst ist.

 

Ein 2.5 Jahre altes Versprechen

Leichtfüssig säuselte ich das Versprechen über die Lippen. Ein Wiedersehen. Zu einer bestimmten Zeit. Mit einem herzlichen Lachen und einer tief verbundenen Vertrautheit. Was spielen dabei schon 10’000 Kilometer Distanz für eine Rolle? Keine. Ein Pappenstil. Ist doch ganz einfach: Flug buchen, rein in den Langstreckensitz und mitten durch den Himmel im 12-Stunden-Direktflug. Zu diesem wunderbaren, für mich unverzichtbaren Menschen. Pünktlich auf die Versprechens-Deadline.

Was in diesem Zeitraum von 2.5 Jahren wirklich geschah: Die Zeit rieselte fast unbemerkt durch die Sanduhr. Bei zwischenzeitlichen Gedanken erlebte ich die Distanz dann und wann nicht mehr ganz so spielerisch. Und auch der einfache Vorgang einer Flugbuchung wollte einfach nicht gelingen. «Noch kurz jenes Projekt abwickeln und diese Herausforderung meistern, bald bin ich ready für den Take off».

 

Wie Haydn’s Sinfonie mit dem Paukenschlag

Klar habe ich in den 2.5 Jahren die temporären Misstöne gehört. Natürlich habe ich mich laufend um Harmonie bemüht, aber meine wirkungslosen «Melodie-Reparaturen» etwas ausgeblendet. Und dann war ich endlich dort. Um das Leben zu feiern und die Toten zu würdigen. Das fühlte sich wie ein einziger gigantischer, nicht enden wollender Hammerschlag an. Ich stand beim versprochenen Wiedersehen alleine da. Mein geliebter Mensch war nicht mehr. Die Zeit war abgelaufen, ihre Endlichkeit hat mich irrsinnig erschüttert. Das Ende einer Story?

Heute. Wenn ich merke, dass ich wieder Dingen hinterher hetze, Puls und Herz rasen, bleibe ich abrupt stehen. Und ich frage mich: «Will ich das? Brauche ich das? Den Kontakt mit diesem Menschen? Dieses Projekt? Diese Art und Weise, dieser Umgangston, diese Oberflächlichkeit?».

 

 

«Was willst Du wirklich?»

Manchmal bin ich ein Trottel. Weil ich Prioritäten falsch setze. Je älter ich werde, je mehr Zeit vergeht, desto mehr verliere ich das. Aber ich reflektiere auch die Signale meines Bewusstseins, von Gelegenheiten und Gesprächen. Ich will kein Trottel sein, ich zeige dem Trottel wo der Hammer hängt und grenze mich von der Trottelogie ab. Basta. Ende der Story.

 

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