Kommunikation in herausfordernden Zeiten: Was Sie beachten sollten

Kommunikation in herausfordernden Zeiten: Was Sie beachten sollten

Kommunikation in herausfordernden Zeiten: Was Sie beachten sollten

Kommunikation ist eine tägliche Herausforderung. Sie soll schliesslich Wirkung zeigen. Um es auf den Punkt zu bringen: Die Zielgruppe soll verstehen, annehmen, machen.

Was ist hilfreich, wenn Kommunikation in schwierigen Zeiten stattfindet? Wenn das Überleben in Frage gestellt ist? Wenn die Finanzierung zum Spiessrutenlauf wird? Wenn die Bestellungen abrupt auf fast Null zurückgehen? Wenn die Gesundheit auf dem Spiel steht? Wenn alle gestresst sind? Wenn die Zukunft unklar ist?

Vertrauen – oh ja!

Menschen möchten Vertrauen in ihre Führung haben. Das gilt auch für die Mitarbeitenden, Kundinnen und Kunden, Partner, usw. Vor allem in Zeiten, wo vieles auf dem Spiel steht, bildet Glaubwürdigkeit ein Fundament – wie ein Feuer, das als Orientierungspunkt in der Nacht leuchtet. Kommunikation der Führung sollte das Bedürfnis nach Vertrauen abdecken.

 

Vertrauen durch Selbstoffenbarung

Mitarbeitende, Kundinnen und Kunden, usw. erwarten von der Führung eines Unternehmens weder 100%-iges Wissen noch Sicherheit. Logisch, sie wünschen sich Führung, Leitplanken, Vorgaben, eine Vision, aber auch Menschliches. Und hier können Sie als starke, nicht-alles-wissende, aber menschliche Führungskraft Akzente setzen, die Ihren Mitarbeitenden und der Kundschaft hilft, Vertrauen zu bauen.

 

Trust

Versprechen

Erinnern Sie sich an die Versprechen, die Sie gegeben haben? Halten Sie diese ein? Wenn nicht, warum nicht? Diese Versprechen bieten sich möglicherweise als Anknüpfungspunkte in Ihrer Kommunikation an: Auf Versprechen zurückkommen und erklären, warum diese nicht eingehalten wurden. Es braucht keine unendlichen Erklärungen, oft genügt es zu sagen: «Habe ich versprochen, konnte ich leider nicht einhalten. Ich war (beispielsweise) zu forsch/optimistisch/habe diesen Umstand falsch eingeschätzt.»

 

Zielgruppe kennen

Ihr Zielpublikum möchte sehen, hören, dass Sie es kennen. Vertrauen wird von denen entgegengebracht, die sich wertgeschätzt fühlen. Wertschätzung ist, wenn sich die Führung nach den Mitarbeitenden/Kundinnen und Kunden/Partner erkundigt, zeigt, dass ihnen deren Sorgen bekannt sind und ihnen bewusst ist, was die Zielgruppe gerade beschäftigt, was sie interessiert.

Einladen zum Dialog

Kommunikation bedeutet: Handlung zwischen Menschen und Organisationen unter gegenseitiger Bezugnahme mit zwei oder mehr Akteuren (möglicherweise auch über ein Medium); Informationsmitteilung in Form von Zeichen, Ziel ist das Verstehen dieser Mitteilungen (Quelle). Damit das Ziel erreicht wird, muss sichergestellt werden, dass die Information so ankommt, wie sie abgeschickt wird. Dazu gehört: nachfragen, in einen Dialog treten und dabei die richtigen Fragen stellen. Dazu braucht es Zeit und die Kompetenz, mit ungeteilter Aufmerksamkeit zuzuhören.

Jetzt erst recht!

In der Krise steigt der Kommunikationsbedarf. Auch wenn es an allen möglichen Ecken brennt, die Kommunikation ist nicht zu vernachlässigen. Jetzt müssen Sie erst recht präsent sein. Zuhören, Fragen stellen, mit Botschaften sichtbar sein. Wenn Sie die Kommunikation reduzieren oder gar stilllegen, schaffen Sie Raum für Interpretationen. Das führt zu unnötigen Gerüchten, Ängsten, Unsicherheiten – das Vertrauen schwindet.

Perfektion

Perfekt? Nein!

Perfektion braucht es nicht, auch nicht auf alles Antworten. Als Führungskraft darf man auch mal sprachlos sein, nicht-wissend. Aber deklarieren Sie es. Stehen Sie dazu, gerade keine Antworten auf bestimmte Fragen zu haben. Zeigen Sie, womit Sie beschäftigt sind, welche dringlichen Prioritäten Sie setzen und woran Sie und Ihr Team mit welchen Zielen (Tag und Nacht) arbeiten.

 

Weitere Tipps

Offenbaren Sie Schwachpunkte. Aber zeigen Sie auf, was Sie tun, um den Schwachpunkt in einen Vorteil oder Vorsprung zu verwandeln. Sie sind kein wandelndes Lexikon, Sie haben auch keine Wahrsagerkugel. Das darf man offenbaren. Bei bereits bewältigten Herausforderungen offenbaren Sie mit kurzen Erzählungen darüber eine grosse Stärke als Führungskraft: Sie berichten gekonnt über die Schwierigkeiten und zeigen die Learnings daraus sowie wo das Unternehmen dank dieser Learnings jetzt steht.

Vertrauen

Orientieren Sie sich an diesen Eckpunkten für Ihre Short-Story:

  • Herausforderung
  • Zögerung, die allenfalls da war, bevor die Herausforderung angegangen wurde
  • weitere Herausforderungen, die sich ergaben, während des Weges, um Herausforderung 1 zu lösen
  • Zwischenlösungen, die erarbeitet wurden
  • Rückschritte/Rückschläge, die sich allenfalls auf dem Weg ergaben
  • entscheidende Hürde in der Problembewältigung und wie diese bewältigt wurde
  • Learning(s)/Erkenntnisse, die aus dem Ganzen gezogen werden konnten
  • neue erfolgreiche Situation

Achtung: nicht aus dem Ärmel schütteln

Gute, kurze Stories, die eine Selbstoffenbarung beinhalten, brauchen Vorbereitung und Übung. Selten gibt es Menschen, die so etwas ohne Vorbereitung erfolgreich bewerkstelligen. Eine Story muss zur Situation passen: Relevanz und Wichtigkeit für die Zielgruppe ist ein Muss. Zudem zeigt eine gute Story Werte, Fähigkeit und oder Tüchtigkeit.

Menschlichkeit – warum nicht?

Glaubwürdigkeit in schwierigen und hektischen Situationen sicherstellen? Das ist nicht einfach, aber hätten Sie an dieses Element der Selbstoffenbarung in Ihrer Führungskommunikation gedacht?

Die meisten Führungskräfte getrauen sich nicht, eine sogenannte Schwäche/Fehler/Misserfolg/Nichtwissen zu offenbaren. Sie sagen mir, sie hätten Angst, als Versager/-in wahrgenommen zu werden. Wieso eigentlich? Wir sind doch alle ein Stück weit Looser, schliesslich sind wir lernende Wesen und keine AI-Wesen (Artificial Intelligence).

Wichtig ist, dass Sie über die Bewältigung der entscheidenden Herausforderung(en) berichten und das Learning für die Organisation nicht unterschlagen.

Menschlichkeit und Short Story

Menschen sind menschlich

Mitarbeitende, Kundinnen und Kunden, Partner suchen Menschlichkeit und erwarten es von Führungskräften. Menschlich ist, wer Fehler macht, nicht alles weiss und kann. Eine grossartige Führungsperson ist ein Mensch, der auch dazu stehen kann. Gewinnen bzw. Festigen Sie Vertrauen, damit Sie sich um Stabilität, Liquidität und nachhaltigen Erfolg kümmern können.

 

Fotos im Beitrag:
© Brian Mcgowan on Unsplash (Titelfoto)
© Makenna Entrikin on Unsplash
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Buchtipp Business Storytelling

Buchtipp Business Storytelling

Mein heutiger Buchtipp zum Thema Business Storytelling

Storytelling with data von Cole Nussbaumer Knaflic⁠⁠⁠

Da wir bekanntlich meistens ZDF (Zahlen, Daten, Fakten) kommunizieren müssen, kommen schnell Grafiken, Diagrammen, usw. ins Spiel 🙂⁠⁠⁠

Frage: Kann man in einer Powerpoint Präsentation, die dutzende von Seiten voller Grafiken und Diagrammen aufweist, auch Storytelling reinbringen? ⁠⁠⁠Ja, kann man. NEIN, muss man/frau! Das schulden wir unserem Zielpublikum. Unbedingt.⁠⁠⁠

Wir müssen endlich aufhören, unnötige PPP-Tode aufgrund von Langeweile zu sterben. ⁠⁠⁠

Cole ist spezialisiert auf die effektive Darstellung von quantitativen Informationen. ⁠⁠

Was mir gefällt: Endlich beginnt der Kampf gegen diese schrecklichen PPP-ZDF-Schlachten 😎

Cole beleuchtet Aspekte wie:⁠⁠⁠⁠

  • effektive Darstellung: Text, Tabellen, Heatmap, Diagramme, Punkte, Linien, Balken, Flächendiagramme
  • Einsatz von Farben, Rändern, Gitternetzlinien, Umrandung, usw.⁠
  • Hierarchie der Informationen⁠
  • Grosse Idee und 3-Minuten-Geschichte⁠⁠⁠ ⁠

Für mich war das Buch eine Offenbarung und grosse Hilfe. 
Ich empfehle Euch, ein Training bei Cole zu besuchen und einen Tag lang intensiv zu arbeiten. Der Rest ist dann üben, üben, üben. ⁠

Mein heutiger Buchtipp zum Thema Business Storytelling

Mein heutiger Buchtipp zum Thema Business Storytelling

Mein heutiger Buchtipp zum Thema Business Storytelling

Eines der ersten und bis heute wichtigsten Bücher für mich ist:⁠

«Business Storytelling for Dummies» ⁠von Karen Dietz und Lori L. Silverman⁠

Die beiden Damen gehörten zu meinen ersten Lehrerinnen, als ich vor vielen Jahren anfing, mich intensiv mit Storytelling im Business auseinanderzusetzen. ⁠

Das Buch behandelt die folgenden Themen:⁠

  • Was macht eine Story zur Story⁠
  • Stories, die man/frau haben sollte⁠
  • Storylistening: wie man zu Stories kommt⁠
  • Entwicklung und Schärfung von Stories⁠
  • Erzählen und Teilen von Stories⁠
  • Storytelling für besondere Situationen ⁠

Ich finde das Buch wertvoll, weil es nicht nur Anleitungen enthält, sondern anhand von sehr vielen Beispielen zeigt, wie du selber in die Umsetzung kommst.⁠

Die Stories darin sind inspirierend und du kannst die Wirkung von Storytelling unmittelbar erleben.⁠

 

Lori und Karen gehören zu den Pionierinnen in den USA, die mit Storytelling erste Anfänge machten und viele Projekte begleiteten. Im Buch bekommst du ihre wertvolle Erfahrung und Begeisterung zu Storytelling im Business.⁠

#WileyBrand

Konsens oder Stories sind nicht gleich Stories

Konsens oder Stories sind nicht gleich Stories

Konsens oder Stories sind nicht gleich Stories

Wenn die Kommunikations- und Marketingbereiche innerhalb eines Unternehmens strategisch neu ausgerichtet werden, ergeben sich unterschiedliche Herausforderungen.
Bei AccorHotels Central Europe in München wurden diese Bereiche stärker auf Content Marketing und Storytelling fokussiert und zuvor getrennte fachliche Abteilung zusammengeführt. Die Herausforderung daraus war, dass sich die Mitarbeitenden aus diesen Bereichen eine neue Basis für die Zusammenarbeit erschaffen mussten. Konkret hiess dies für die beiden Verantwortlichen Anne Wahl und Claudia Bauhuber:
  1. Es muss ein fachlicher Konsens zwischen den unterschiedlichen Fachabteilungen geschaffen werden
  2. Alle Mitarbeitenden dieser Fachabteilungen müssen auf den gleichen Kenntnisstand gebracht werden.

Business Storytelling als fachlicher Konsens

Ancilla Schmidhauser wurde deshalb für einen dreiteiligen Workshop rund um das Thema Business Storytelling beauftragt. Dieser fand über einen Zeitraum von 6 Monaten in wechselnden Gruppen statt. In jedem Workshop musste auf die zum Teil unterschiedlichen Bedürfnisse der Teilnehmenden eingegangen werden (Fachbereiche Marketing, Social Media, Brand Communications, Investor Relations, Internal Communications). 

Stories für echte Dialoge

Erarbeitet wurde das Verständnis von Storytelling als ein strategisches Werkzeug. Dabei lernten die Teilnehmenden Storytelling ausserhalb der üblichen Werbe- und Marketinganwendung kennen. Die Frage «Wie setzen wir glaubwürdig unsere Werte in passende Stories um?» beschäftigte die Teilnehmenden. Es galt, nicht nur die üblichen Stories nach Aussen zu den Endkundinnen und -kunden zu erstellen, sondern echte und relevante Stories auch für das Zielpublikum nach Innen zu finden. Dazu gehören die Mitarbeitenden im zentralen Office, aber auch die Mitarbeitenden draussen an der Front in den unterschiedlichsten Hotels, die Investoren und die Betreibenden der Hotels. Im Story Coaching wurden konkrete Ideen anhand der Werte und der Vision erarbeitet. 

Beispiellos gemeistert

«Sämtliche Herausforderungen hat Ancilla beispiellos gemeistert – mit maßgeschneiderten Lösungen und einer zeitintensiven, aufwendigen und sehr gründlichen Vorbereitung ist sie nicht nur auf die Anforderungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer eingegangen, sondern hat auch das Programm individuell für uns gestaltet.
Besonders zugesagt hat uns dabei ihr Ansatz, nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern alle Trainings auch mit einem Coaching für das Team zu verbinden. Wir können eine Zusammenarbeit vollends empfehlen und freuen uns auf viele weitere gemeinsame Projekte.»

Anne Wahl, Regional Communications Central Europe und Claudia Bauhuber, Head of Social Content & Communication, Accor Central Europe

Mit Female Business Seminars zu einzigartigen Stories

Mit Female Business Seminars zu einzigartigen Stories

Frauen liegen Dr. Karin Jeker Weber am Herzen. 2014 gründetete die engagierte Unternehmerin und Marketingdozentin Female Business Seminars: Spezifisch für beruflich engagierte Frauen werden Weiterbildungs- und Netzwerkveranstaltungen konzipiert, die darauf abzielen, die persönliche Entwicklung und beruflichen Möglichkeiten von Frauen zu stärken.

Für mehr Diversität an Talenten in der Schweizer Wirtschaft

Angesprochen werden Frauen , die ihre berufliche Entwicklung eigenverantwortlich in ihre Hände nehmen und viel erreichen wollen im Leben. Zusammen mit verschiedenen Trainer wird jedes Jahr ein spannendes und fachlich fundiertes Seminarangebot geboten. Durch dieses Angebot und den kontinuierlichen Dialog mit der Schweizer Wirtschaft leisten die FBS einen wichtigen Beitrag für mehr Diversität an Talenten in der Schweizer Wirtschaft und setzen sich für eine gendergerechte tolerante Unternehmenskultur ein.

Business Storytelling – Wie Geschichten Ihre Kommunikation einzigartig machen

Bereits zum zweiten Mal wird das Thema Business Storytelling angeboten. Wie können wir die Positionierung unseres Unternehmens emotional überzeugend aufgleisen, damit Kunden an unsere Leistungen glauben? Dieses Seminar führt Sie Schritt für Schritt an den Einsatz von Geschichten in Ihrer Kommunikation heran. Der Ganztages-Workshop mit Expertin für Business Storytelling Ancilla Schmidhauser findet am 12. April 2019 statt. Details.

 

Female Business Seminar

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